Satzung

Satzung des Turn- und Spielvereins Aukrug von 1922 e.V.

§ 1   Name, Sitz und Geschäftsjahr

(1)  Der unter dem Namen Turn- und Spielverein Aukrug von 1922 e.V. (TSV Aukrug)  - im folgenden kurz Verein genannt -  bestehende Verein hat seinen Sitz in Aukrug.
Der Verein ist in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Neumünster eingetragen.
(2)  Der Verein ist Mitglied des Deutschen Sportbundes und der Fachverbände für die in ihm betriebenen Sportarten.
(3)  Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2   Ziele des Vereins

(1)  Der Verein ist eine Gemeinschaft zur Pflege volkstümlicher Leibesübungen, welche die geistige und körperliche Ertüchtigung des Volkes, vornehmlich der Jugend, zum Ziele hat und betreibt möglichst viele Sportarten.
(2)  Für die Aufgaben zur Förderung der Jugendpflege und Jugendfürsorge bestellt der Verein einen Jugendwart. In Sparten mit mehr als 15 aktiv sporttreibenden Kindern und Jugendlichen wird ein Jugendobmann gewählt.
(3)  Parteipolitische, rassische und konfessionelle Bestrebungen sind ausgeschlossen.
(4)  Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.
(5)  Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

§ 3   Mitglieder

(1)  Die Mitglieder des Vereins setzen sich zusammen aus:
1. Ehrenmitgliedern,
2. ordentlichen Mitgliedern,
3. jugendlichen Mitgliedern vom vollendeten 14. bis zum vollendeten 18. Lebensjahr,
4. Kindern bis zum vollendeten 14. Lebensjahr.
5. fördernden Mitgliedern
(2)  Über die Aufnahme eines Mitgliedes entscheidet der Gesamtvorstand. Bei jugendlichen Mitgliedern kann der Gesamtvorstand die Aufnahme von der Genehmigung der gesetzlichen Vertreter abhängig machen.
Die Aufnahme von Kindern ist nur mit Genehmigung ihrer gesetzlichen Vertreter zulässig.
(3)  Der Gesamtvorstand ist befugt, Aufnahmegesuche mit Angaben des Grundes abzulehnen. Gegen die Ablehnung ist die Anrufung des Sportrates möglich. Die Entscheidung des Sportrates muß innerhalb eines Monats nach Erhalt des ablehnenden Bescheides beim 1. Vorsitzenden schriftlich beantragt werden.

§ 4   Ehrenmitglieder

Zu Ehrenmitgliedern können auf Vorschlag des Gesamtvorstandes mit Zustimmung des Ältestenrates durch den Sportrat Personen ernannt werden, die sich um den Verein oder allgemein um die Leibesübungen besonders verdient gemacht haben.
Ehrenmitglieder sind beitragsfrei und genießen volles Stimmrecht.

§ 5   Beitrag

(1)  Der Beitrag wird von der Mitgliederversammlung festgesetzt. Er ist jährlich oder vierteljährlich im Voraus zu entrichten. Über Stundung, Ermäßigung und Erlaß von Beiträgen entscheidet der Gesamtvorstand.
(2)  Die Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
(3)  Die Mitglieder erhalten bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins nicht mehr als ihre eingezahlten Kapitalanteile und den gemeinen Wert ihrer geleisteten Sacheinlagen zurück.
(4)  Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 6   Wahl- und Stimmrecht

Die Mitglieder erlangen mit vollendetem 16. Lebensjahr die Wahl- und
Stimmfähigkeit.
Wahl- und stimmberechtigt sind nur Mitglieder, die ihre Verpflichtungen gegenüber dem Verein voll erfüllt haben.

§ 7   Beendigung der Mitgliedschaft

(1)  Die Mitgliedschaft erlischt:
1. durch Tod,
2. durch freiwilliges Ausscheiden,
3. durch Ausschluß,
4. durch Auflösung des Vereins.
(2)  Der freiwillige Austritt steht jederzeit frei und ist dem Gesamtvorstand anzuzeigen. Mit dem Eingang der Austrittserklärung erlöschen alle Rechte dem Verein gegenüber. Die fälligen Beiträge sind für den laufenden Monat noch voll zu zahlen.
(3)  Nach auswärts verziehende Mitglieder können auf Antrag als beitragsfreie Mitglieder weiter geführt werden, wenn ein Wiedereintritt in das aktive Vereinsleben wahrscheinlich ist (Ruhende Mitgliedschaft). Sie haben kein Wahl- und Stimmrecht.

§ 8   Ausschluß

(1)  Auf Antrag des Gesamtvorstandes kann ein Mitglied durch den Ältestenrat ausgeschlossen werden. Ausschließungsgründe sind u.a.:
1. grober Verstoß gegen die Zwecke des Vereins oder die Vereinsordnung,
2. schwere Schädigung des Ansehens oder der Belange des Vereins,
3. grober Verstoß gegen die Vereinskameradschaft,
4. Nichtzahlung des Beitrages für mindestens 3 Monate trotz vorheriger Mahnung.
Vor der Entscheidung ist dem Mitglied ausreichend Gelegenheit zur Rechtfertigung zu geben.
(2)  Gegen den Ausschluß steht die Anrufung des Sportrates offen. Diese ist innerhalb von 10 Tagen, von der Zustellung des Ausschlußbescheides an gerechnet, beim Gesamtvorstand schriftlich zu beantragen.

§ 9   Organe des Vereins

(1)  Die Organe des Vereins sind:
1. der Geschäftsführende Vorstand
2. der Gesamtvorstand
3. der Sportrat
4. der Ältestenrat
5. die Mitgliederversammlung
(2)  Die Tätigkeit der Mitglieder dieser Organe erfolgt ehrenamtlich. Der Sportrat kann für einzelne Zwecke Ausschüsse bilden.

§ 10   Gesamtvorstand

Der Gesamtvorstand besteht aus:
1. dem 1. Vorsitzenden
2. dem 2. Vorsitzenden
3. dem Kassenwart
4. dem Jugendwart
5. dem Schriftwart

§ 11   Geschäftsführender Vorstand

(1)  Der 1. Vorsitzende und der Kassenwart bilden den Geschäftsführenden Vorstand als Vorstand im Sinne des § 26 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch).
(2)  Die Leitung und Geschäftsführung des Vereins liegt in den Händen des Geschäftsführenden Vorstandes. Er ist für die Durchführung und Wahrung der Vereinsziele verantwortlich und an die Beschlüsse des Gesamtvorstandes und der Mitgliederversammlung gebunden.

§ 12   Sportrat

(1)  Dem Sportrat gehören an:
1. die Vorstandsmitglieder gemäß § 10
2. die Spartenleiter
3. die Jugendobleute
4. weitere Spartenvertreter gemäß § 12 (3)
5. zwei Beisitzer
Der Sportrat steht dem Gesamtvorstand beratend zur Seite und unterstützt ihn in der Leitung der Vereinsgeschäfte. Der Sportrat beschließt Veranstaltungen und Festlichkeiten.
(2)  Jede Sparte wird durch den jeweiligen Spartenleiter und -falls vorhanden- den Jugendobmann im Sportrat vertreten.
(3)  Hat eine Sparte mehr als 75 aktive Mitglieder kann sie für jede darüber hinaus gehende angefangene Anzahl von 75 aktiven Mitgliedern einen weiteren Vertreter in den Sportrat entsenden, der uneingeschränktes Rede- und Stimmrecht hat.
(4)  Alle Übungsleiter des Vereins können an den Sitzungen des Sportrates teilnehmen. Sie haben Rede- jedoch kein Stimmrecht.

§ 13   Amtszeit

(1)  Die Mitglieder des Gesamtvorstandes und die Beisitzer des Sportrates werden auf zwei Jahre gewählt. Sie bleiben bis zur Neuwahl im Amt.
In den Jahren mit ungeraden Zahlen scheiden die im § 10 unter den ungeraden Zahlen aufgeführten Amtsinhaber aus, in den Jahren mit geraden Zahlen die unter den geraden Zahlen genannten. Von den Beisitzern scheidet jährlich einer aus.
Wiederwahl ist zulässig.
(2)  Spartenleiter und Jugendobmann werden von den in der jeweiligen Sparte aktiv sporttreibenden Vereinsmitgliedern gewählt und von der Mitgliederversammlung bestätigt.

§ 14   Ältestenrat

(1)  Dem Ältestenrat gehören an der 1. Vorsitzende und vier von der Mitgliederversammlung gewählte Vereinsmitglieder, die mindestens fünf Jahre dem Verein angehören und das 40. Lebensjahr vollendet haben.
In jedem Jahr scheidet ein Mitglied des Ältestenrates aus und zwar in der zeitlichen Reihenfolge der Wahl. Wiederwahl ist zulässig.
(2)  Der Ältestenrat wählt seinen Vorsitzenden selbst, der Vereinsvorsitzende ist nicht wählbar.
(3)  Vom Ältestenrat werden persönliche Streitigkeiten, Ehrenverfahren (einschließlich Ausschluß von Mitgliedern) und Auszeichnung von Vereinsmitgliedern entschieden. Er wirkt bei der Ernennung von Ehrenmitgliedern gemäß § 5 mit.
(4)  Die Entscheidungen des Ältestenrates sind endgültig (ausgenommen Ausschlüsse gemäß § 8).

§ 15   Sitzungen

(1)  Gesamtvorstand und Ältestenrat treten nach Bedarf zusammen, der Gesamtvorstand mindestens einmal im Quartal. Eine Sportratssitzung findet im allgemeinen in jedem Halbjahr statt.
Auf Antrag der Hälfte der Mitglieder dieser Organe muß der 1. Vorsitzende eine entsprechende Sitzung einberufen.
(2)  Gesamtvorstand, Sportrat und Ältestenrat sind beschlußfähig, wenn mindestens die Hälfte ihrer Mitglieder anwesend sind. Sie entscheiden durch Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.
(3)  Über sämtliche Sitzungen der Vereinsorgane sind Niederschriften aufzunehmen, die vom Sitzungsleiter und dem Schriftwart zu unterzeichnen sind.
(4)  Die Bekanntmachungen des Gesamtvorstandes und des Sportrates an die Vereinsmitglieder erfolgen in den Vereinsräumen oder im öffentlichen Aushangkasten des Vereins.

§ 16   Kassenprüfer

Von der Mitgliederversammlung werden zwei Kassenprüfer auf zwei Jahre gewählt, wovon jährlich einer ausscheidet. Die beiden haben die Kassenverhältnisse des Vereins zu überwachen und dem Gesamtvorstand, dem Sportrat und der Mitgliederversammlung mindestens einmal jährlich Bericht zu erstatten.

§ 17   Einberufung der Mitgliederversammlung

(1)  Es findet alljährlich eine ordentliche Mitgliederversammlung (Jahreshauptversammlung) - möglichst im 1. Quartal - statt.
(2)  Außerdem steht es dem Gesamtvorstand frei, außerordentliche Mitgliederversammlungen einzuberufen. Er ist dazu verpflichtet, wenn der Sportrat dieses beschließt oder wenn mindestens 40 stimmfähige Mitglieder unter Angabe von Zweck und Gründen dies schriftlich beantragen.
(3)  Hat der Verein weniger als 100 stimmfähige Mitglieder, genügt jeweils ein Viertel der stimmfähigen Mitglieder für einen Antrag nach § 17 (2).

§ 18   Aufgaben der Mitgliederversammlung

(1)  Die Mitgliederversammlung beschließt u.a. über:
1. die Wahl der Mitglieder des Gesamtvorstandes, des Sportrates und des Ältestenrates (die Spartenleiter und die Jugendobleute werden lediglich bestätigt),
2. Wahl der Kassenprüfer,
3. Festsetzung der Mitgliedsbeiträge,
4. Genehmigung der Jahresberichte,
5. Genehmigung des Kassenberichtes,
6. Entlastung des Gesamtvorstandes,
7. vorliegende Anträge,
8. Abänderung der Satzung,
9. Auflösung des Vereins.

§ 19   Beschlußfähigkeit der Mitgliederversammlung

(1)  Eine Mitgliederversammlung ist nur dann beschlußfähig, wenn sie durch schriftliche Einladung der Mitglieder oder durch Bekanntmachung in den Vereinsräumen oder im öffentlichen Aushangkasten des Vereins einberufen ist. Die Bekanntgabe des Zeitpunktes und der Tagesordnung muß mindestens 14 Tage vor Abhaltung der Versammlung geschehen.
(2)  Anträge an die Mitgliederversammlung sind mindestens 7 Tage vorher schriftlich beim 1. Vorsitzenden einzureichen.
Anträge, die nicht auf der Tagesordnung stehen (Dringlichkeitsanträge), können nur durch Unterstützung von drei Viertel der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder zur Beratung und Beschlußfassung gelangen. Auch diese Anträge sind schriftlich vorzulegen.
(3)  Die Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlußfähig.

§ 20   Beschlüsse der Mitgliederversammlung

(1)  Sämtliche Beschlüsse der Mitgliederversammlung, mit Ausnahme der auf Abänderung der Satzung und Auflösung gerichteten, werden durch einfache Mehrheit der anwesenden stimmfähigen Mitglieder gefaßt. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt, bei Wahlen jedoch entscheidet bei Stimmengleichheit das Los.
(2)  Die Abänderung der Satzung kann nur durch eine Mehrheit von drei Vierteln der erschienenen stimmfähigen Mitglieder, die Auflösung nur durch eine Mehrheit von drei Vierteln der sämtlichen Mitglieder beschlossen werden.
(3)  Die Wahlen und Beschlußfassungen erfolgen durch Stimmzettel, können aber, wenn kein Widerspruch geltend gemacht wird, durch Handaufheben erfolgen.
(4)  Über die Mitgliederversammlungen sind Niederschriften aufzunehmen, die vom 1. Vorsitzenden und dem Schriftwart oder durch deren Stellvertreter zu unterschreiben sind.

§ 21   Auflösung des Vereins

(1)  Bei der nach § 20 (2) etwa erfolgten Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes, fällt das vorhandene Vermögen der Gemeinde Aukrug zu, die es für Zwecke der Leibesübungen im Sinne des § 2 der Satzung zu verwenden hat.
(2)  Der bisherige Geschäftsführende Vorstand ist für die ordnungsgemäße Übergabe des Vermögens verantwortlich.

§ 22   Inkrafttreten

Diese Satzung wurde in der Mitgliederversammlung am 5. April 1990 beschlossen. Sie tritt mit der Eintragung in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Neumünster in Kraft.